Die Bilder wurden 2007 mit einer digitalen Kompaktkamera aufgenommen. Es ist eine einfache Fotokamera, so wie auch der Jakobsweg ein einfacher Weg ist. Damit meine ich, dass es den Weg gibt und der Weg einfach zu finden ist und nicht, dass der Weg einfach, also ohne Anstrengungen, zu gehen ist. Für mich war die Kamera der perfekte Kompromiss, denn im Rucksack eines Pilgers zählt jedes Gramm.
Verlage, die planen, einen Bildband zum Jakobsweg herauszubringen, werden vermutlich Profi-Fotografen entsenden, die sich dann mit ihren teuren und schweren Ausrüstungen auf den Weg machen. Sie werden sicherlich auch mit vielen tollen Fotos zurückkommen, die sie mit ihren Spiegelreflexkameras geschossen haben - das steht außer Frage. Sie waren aber nicht als Pilger unterwegs sondern aufgrund ihres Berufes. Dadurch geht diesen Fotos etwas verloren. Sie haben einen anderen, distanzierteren Blickwinkel.
Die Menschen, die man während der Pilgerschaft kennenlernt, die Erlebnisse, die man täglich macht, all diese Dinge spiegeln sich in jeden meiner Fotos wieder. Sie sind aus der Pilgerperspektive aufgenommen. Ich habe viel Spaß dabei gehabt, diese Fotos zu machen, denn ich hatte nie vor, diese ins Internet zu stellen oder gar einen Bildband daraus zu erstellen. Sie sind persönliche, unverwechselbare Momentaufnahmen einer glücklichen und erfüllten Pilgerreise.